Behandlungsmethoden - Geriatrische Rehabilitation 

Ein zentraler Aspekt der geriatrischen Tätigkeit ist die Einschätzung (= Assessments) des Patienten durch alle Mitarbeiter des therapeutischen Teams. International anerkannte standardisierte Testverfahren helfen, die Probleme des Patienten weitgehend zu erkennen. Auf dieser Grundlage kann ein individuell angepasster Behandlungsplan erstellt und das Rehabilitationsziel festgelegt werden.

Während des Aufenthaltes werden die Patienten stets ärztlich betreut, inklusive der notwendigen apparativen und laborchemischen Diagnostik. Es findet mindestens einmal täglich eine ärztliche klinische Visite statt. Ein Dienstarzt steht der Abteilung rund um die Uhr das ganze Jahr über zur Verfügung.

Um die funktionellen Ausfälle nach einer Akuterkrankung wieder auszugleichen, erhalten die Patienten folgende Therapien:

  • Physio- und ergotherapeutische Einzelbehandlung
  • Ergotherapeutische Gruppentherapie
  • Gruppengymnastik (Hockergymnastik und Sitztanzgruppentherapie)
  • Ganzkörper- oder Teilmassagen
  • Wärme- und Kältepackungen
  • manuelle Lymphdrainage
  • medizinische Trainingstherapie (MTT)
  • Psychologische Diagnostik und Therapie, inklusive Gedächtnisgruppe
  • Logopädische Diagnostik und Therapie
  • alle Formen der Elektrotherapie
  • Wasseranwendungen

7 Tage vor der geplanten Entlassung werden alle Patienten von unserem Sozialdienstmitarbeiter besucht. Es wird Hilfestellung bei sozialen Fragen gegeben (häusliche Reintegration, Kurzzeitpflege, Pflegeheim, Hilfsmittelverordnung, Wohnraumanpassung, Antrag auf Pflegestufe). 

Ein katholischer und evangelischer Geistlicher besucht unsere Patienten nach Wunsch. 

Ganz besondere Bedeutung hat der Pflegedienst. Er betreut die geriatrischen Patienten nach den Grundsätzen der aktivierenden, therapeutischen Pflege. Jedem Patienten wird ein Pflegeplan erstellt, welcher die vorhandenen Fähigkeiten berücksichtigt. Der Patient wird aktiv an den Verrichtungen des täglichen Lebens beteiligt, dabei gilt der Grundsatz: 

"Soviel Hilfe wie nötig, soviel Selbstständigkeit wie möglich".