
Die Behandlung umfasst verschiedene Elemente, die wie „Bausteine“ ineinandergreifen und Ihnen kurz vorgestellt werden sollen:
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- Ärztlich/psychologische Einzeltherapie
- Gruppentherapie
- Erlebnistherapie
- Erlernen eines Entspannungsverfahrens und Meditation
- Krankengymnastik und physikalische Therapie
- Sport- und Bewegungstherapie
- Psychosomatik-Seminar
- Zusätzliche spezifische Gruppen (Selbstsicherheitstraining / Stabilisierungsgruppe / Indikativgruppe Schmerz)
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Ärztlich/psychologische Einzeltherapie
Ausgangspunkt der Behandlung bildet die gründliche Erhebung der Vorgeschichte, körperliche Untersuchung sowie Sichtung der Vorbefunde.
Auf dem Hintergrund der Kenntnis der Lebensgeschichte versuchen Therapeut und Patient gemeinsam die zur Aufnahme führenden Probleme und Symptome besser zu verstehen, Therapieziele abzustimmen und Lösungsstrategien zu erarbeiten. Hierbei erweist es sich oft als günstig und hilfreich, relevante Bezugspersonen, wie Ihren Partner mit einzubeziehen, wozu wir gerne bereit sind.
Aufgrund der guten Kooperation mit den anderen Fachabteilungen unserer Klinik bestehen außerordentlich gute somatische Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten. Wir verfügen u.a. über EKG, Belastungs-EKG, Lungenfunktion, verschiedene Ultraschalluntersuchungen einschließlich farbkodierter Echo-Kardiographie, Magenspiegelung (Gastroskopie), Darmspiegelung (Coloskopie), etc.
Gruppentherapie
Sie findet zweimal in der Woche unter Leitung Ihres zuständigen Einzeltherapeuten statt. Für jeden Patienten ist es zunächst eine sehr ungewohnte Vorstellung, sich mit seinen persönlichen Erfahrungen in eine Gruppe einzubringen. Eine Gesprächsgruppe bietet jedoch vielfältige therapeutische Möglichkeiten und Chancen. Für viele Patienten ist es eine überraschende Erfahrung, mit einem oft schambesetzten Symptom, wie einem Zwang, Ängsten oder einer depressiven Antriebshemmung nicht allein zu stehen.
Das Feedback anderer kann wichtige Impulse geben, sich selbst besser verstehen zu lernen, darüber hinaus bietet die Gruppe einen therapeutisch geschützten Raum, in dem Wahrnehmung und günstigerer Umgang mit häufig Schwierigkeiten bereitenden "negativen Gefühlen", wie Trauer, Ärger, Kränkung etc. geübt werden kann.
Darüber hinaus bietet die Gruppe die Möglichkeit, Zusammenhänge zwischen Beziehungsmustern und Beschwerden zu erkennen und zu bearbeiten.
Erlebnistherapien
Eine der wesentlichen Chancen der stationären Psychosomatik besteht in der Möglichkeit, gezielt das Fühlen und Erleben zu aktivieren und in die Gesamtpersönlichkeit integrieren zu können. In unserer Abteilung sind Musiktherapie, Konzentrative Bewegungstherapie, Kunsttherapie und Tanztherapie vertreten. Es handelt sich um spezialisierte psychotherapeutische Verfahren, die alle in besonderer Weise die nichtsprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten des Menschen zusätzlich nutzen und so das Erleben direkt ansprechen, daher unser Name "Erlebnistherapien". Die Teilnahme an mindestens einer Erlebnistherapie, zumeist in der Kleingruppe mit 6 bis 8 Teilnehmern ist fester Bestandteil des Therapieprogramms.
Tanz-/Körpertherapie
In der Tanz- und Körpertherapie werden über Mimik, Haltung, Gestik und Bewegungssequenzen Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster bewusst gemacht. Beim Arbeiten an der Körperwahrnehmung und dem inneren Körperbild werden Gefühle aktiviert, die es gilt, sowohl körperlich als auch sprachlich zum "Ausdruck" zu bringen.
Konzentrative Bewegungstherapie
Die Konzentrative Bewegungstherapie als körperzentriertes Verfahren setzt an der Körperwahrnehmung, dem inneren Körperbild sowie an der Wahrnehmung der unmittelbaren Umwelt (Raum, Gegenstände und Mitmenschen) an. Im Gruppenprozess eröffnen sich Erlebnismöglichkeiten wie "miteinander in Spiel und Bewegung kommen", wobei eigene Gefühle und Beziehungsmuster deutlich werden, zur Sprache kommen und somit begreifbar werden.
Musiktherapie
In der Musiktherapie geht es überhaupt nicht um künstlerische Fähigkeiten, Schönheit oder Perfektion. Ziel ist es dagegen, Gefühlen, Stimmungen und erlebten Atmosphären, mit Hilfe von Klängen und Rhythmen, spielerisch und intuitiv Ausdruck zu verleihen. Eine Besonderheit der Musiktherapie ist, dass in musikalischen Improvisationen alle Teilnehmer sich gegenseitig hören können. Dadurch werden die gegenseitigen Wechselwirkungen und Beziehungsmuster deutlich spürbar und können besprochen werden.
Kunsttherapie
In der Kunsttherapie geht es nicht um Schönheit oder technische Kenntnisse, sondern um die Möglichkeit, inneren Bildern Gestalt zu geben. In den Bildern selbst wird Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges sichtbar, welches im Gespräch integrierend bearbeitet wird.
Erlernen eines Entspannungsverfahrens und Meditation
Sie haben die Möglichkeit, zunächst in der Gruppe ein Entspannungsverfahren (zumeist progressive Muskelrelaxation nach Jacobson) zu erlernen. Für die weitere Prognose ist die Fortführung des erlernten Entspannungsverfahrens auch in der Zeit nach der stationären Behandlung von entscheidender Bedeutung. Ebenfalls zweimal pro Woche besteht ein geleitetes Meditationsangebot. Hierbei geht es darum, eine Stabilisierung durch vermehrte Achtsamkeit und Ressourcenmobilisierung zu erreichen.
Krankengymnastik und physikalische Therapie
In der Klinik steht eine breite Palette aktiver und passiver Behandlungsformen zur Verfügung. In der Regel liegt der Akzent eher auf aktiven Maßnahmen, wie Kräftigung vernachlässigter Muskelgruppen (z.B. Rückenmuskulatur), behutsame Dehnung schmerzhaft verkürzter Muskulatur, etc. Die physikalisch-krankengymnastische Behandlung ist stets auf den Gesamttherapieplan abgestimmt.
Sport und Bewegungstherapie
Die tägliche Morgengymnastik ist fester Therapiebestandteil. Zusätzlich bestehen spezielle Angebote, wie Ergometertraining, Wirbelsäulengymnastik und Vormittagssport. Durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen ist der positive Effekt von sportlicher Aktivität auf Körpererleben, Selbstwertgefühl und Stimmungslage eindeutig nachgewiesen.
Psychosomatik-Seminar
In diesem Informations-Seminar werden, in allgemein verständlicher Form, die wissenschaftlichen Hintergründe, Zusammenhänge und Behandlungsmöglichkeiten häufiger Störungen, wie Angst, Depression, Stress und chronischem Schmerz erläutert.
Zusätzliche spezifische Gruppen
Wenn Ihre Problematik auch mit Selbstunsicherheit oder vermindertem Selbstwertgefühl einhergeht, besteht in unserer Fachabteilung das Angebot eines speziellen Selbstsicherheitstrainings. Hier steht weniger das Erarbeiten lebensgeschichtlicher Zusammenhänge, sondern das konkrete Erlernen und konsequente aktive Üben günstigerer kognitiver Bewertungen und Verhaltensmuster im Vordergrund.
In Absprache mit Ihrem Arzt können Sie auch an der Stabilisierungsgruppe oder der Indikativgruppe chronischer Schmerz teilnehmen.
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