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Massage und Manuelle Lymphdrainage
Das Ziel der Massage ist es, auf richtig ausgewählte Reize (Massagegriffe) einen Normalzustand für alle Gewebe, Organe und Organsysteme wiederherzustellen. Allgemeine Massagewirkungen sind die Durchblutungsförderung, die Entstauung des Venen- und Lymphsystems, die Regulierung der Muskelspannungen, Schmerzlinderung und die psychische Entspannung.
Klassische Massage
Die klassische Massage entfaltet sich über die mechanische Beeinflussung der Haut und der darunter liegenden Weichteile. Durch die Massage verbessert sich die Durchblutung und Muskelspannung, Schmerzen werden gelindert, eine Entspannung des gesamten Organismus tritt ein.
Reflexzonentherapie
Die verschiedenen Formen der Bindegewebs-, Segment-, Periost- (Periost = Knochenhaut) oder Kolonmassage (Kolon = Dickdarm) machen sich zunutze, dass die inneren Organe über die Haut und Muskulatur beeinflusst werden können. Durch Massage in Reflexzonen (Hautnervenbezirke) kann über Nerven- und Reflexbahnen der Zustand der inneren Organe verändert werden und eine Schmerzlinderung eintreten.
Manuelle Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle Massagetechnik mit dem Ziel, überschüssige Gewebeflüssigkeit (Ödem) abzutransportieren. Ein Ödem ist eine tastbare Schwellung des Gewebes aufgrund der Einlagerung von eiweißhaltiger und wässriger Flüssigkeit in den Gewebespalten. Durch die Drainage wird die Flüssigkeit über das Lymph- und Venengefäßsystem in den Körperkreislauf abtransportiert. Ziel dieser Art der Massage ist es, die Schwellungen zu beseitigen sowie eine Entstauung der betroffenen Körperregion, Schmerzfreiheit und eine Neubildung von Lymphgefäßen an den Unterbrechungsstellen zu erreichen.
Unterwasserdruckmassage
Die Unterwassermassage kombiniert ein Wannenbad mit einem Unterwasserdruckstrahl der massageähnliche Effekte erzielt. Durch ein Umwälzverfahren wird das Wasser aus der Wanne durch eine Pumpe in den Massageschlauch geleitet, mit dem man den Strahl durch eine Düse auf den Körper des zu Behandelnden richtet.
Elektrotherapie
Anwendung findet die Elektrotherapie unter anderem zur Schmerzbehandlung, bei Durchblutungsstörungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Lähmungen und Muskelschwäche.
Niederfrequenztherapie
Niederfrequente Elektrotherapie ist eine Stromform der Elektrotherapie, in der Wechselströme mit niederer Frequenz zur Anwendung kommen. Ein häufiger Einsatz besteht in der Behandlung der Muskulatur.
Mittelfrequenztherapie
Mittelfrequenztherapie ist eine Stromform der Elektrotherapie, in der Wechselströme mit mittlerer Frequenz zur Anwendung kommen. Sie hat mehrere Wirkungen, wobei ein häufiger Einsatz in der Behandlung von schmerzhaften Gelenken und Muskelgruppen besteht. Die muskelentspannende und stoffwechselsteigernde Wirkung kann auch zur Verbesserung der Wundheilung und Beeinflussung von ödemisierten Geweben genutzt werden.
Iontophorese
Die Iontophorese wird überwiegend zum Einbringen von Medikamenten über die Haut angewendet. Dabei werden die Medikamente durch Ionenwanderungen über die Haut in die Blutbahn und das Gewebe eingeführt. Die verwendeten flüssigen oder salbenförmigen Medikamente enthalten meistens schmerz- und/oder entzündungshemmende Substanzen.
Ultraschall
Die Behandlung mit Ultraschall ist eine hochfrequente Vibrationsmassage. Gel oder Wasser werden auf die Haut aufgetragen. Mit einem Schallkopf wird die betroffene Körperpartie behandelt. Ultraschall fördert die Durchblutung, entspannt die Muskeln und lindert Schmerzen.
Stangerbad
Das Stangerbad ist eine Sonderform der Therapie mit Gleichstrom. Dieses Vollbad wird auch hydroelektrisches Bad genannt. An der Außenseite der Badewanne sind Elektroden angebracht, so dass der Körper des Badenden von galvanischem Gleichstrom durchdrungen wird. Diese Behandlung wirkt sich auf den Muskeltonus (Muskelspannung), die Durchblutung und das Schmerzempfinden aus. Muskuläre Entspannung wird durch den Auftrieb im Wasser und die Wärme erreicht.
Lasertherapie
Die Anwendungsbereiche der Lasertherapie liegen in der Akupunktur, Reflexzonentherapie, Triggerpunkt- und Segmentzonenbehandlung.
Thermotherapie
Thermotherapie ist der Einsatz der Temperatur, wobei ein kaltes, warmes oder heißes Medium in fester, flüssiger oder strahlender Form zur Einwirkung gebracht wird. Wärme- und Kältetherapie werden vielfach als ergänzende Maßnahmen für die physiotherapeutische Behandlung eingesetzt.
Wärmepackung
Wärmepackung mit Paraffin-Peloid in Pulverform hält die Wärme auf hohem Niveau und ist sehr anschmiegsam und hygienisch. Die Wirkung entspricht der von Fango und dient der Durchblutungssteigerung sowie der Entspannung der Muskulatur.
Heißluft
Heißluft ist Wärmeanwendung mittels eines Rotlichtstrahlers und dient der Durchblutungssteigerung sowie der Entspannung der Muskulatur.
Lehmpackung
Lehm wird zur Kältetherapie eingesetzt. Die Lehm-Kontaktpackung wird auf den Körper gebracht. Bei entzündlichen Prozessen zeigt die schnellere thermophysikalische Reaktion des Lehms in vielen Fällen große Erfolge. Da Lehm eine starke in die Tiefe gehende Zugwirkung entfaltet, lösen sich Blutergüsse schneller auf und Entzündungen klingen schneller ab.
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