Wer kann teilnehmen?

Zielgruppen und Indikationen der Mobilen Geriatrischen Rehabilitation

Zielgruppen dieses Angebotes sind die Rehabilitanden, bei denen die Rehabilitationsfähigkeit und eine positive Reha-Prognose nur für das gewohnte Wohnumfeld festgestellt werden kann.

Es besteht ein komplexer Hilfebedarf und ohne ein aufsuchendes Angebot eine nur geringe Rehabilitationschance. Die Mobile Geriatrische Rehabilitation "MoGeRe" bezieht sich auf einen Teilnehmerkreis, der bislang von den klassischen Rehabilitationsmaßnahmen ausgeschlossen wurde.

Sie zielt auf die Einlösung des Anspruches „Rehabilitation vor Pflege“ auch bei den Menschen mit

  • einer Sinnesbehinderung, deren Mobilität nur im sicheren und bekannten Umfeld wieder hergestellt werden kann;
  • erheblich eingeschränkter Kognition oder neuropsychologischen Beeinträchtigungen, die das Lernen in fremder Umgebung, in fremden Abläufen und Strukturen oder den Transfer des Erlernten in die eigene Häuslichkeit unmöglich machen;
  • Angst, hochgradiger psychomotorischer Unruhe und/oder Weglauftendenzen;
  • Kommunikationsstörungen, die daher auf vertraute Bezugspersonen und spezielle Kommunikationsassistenz angewiesen sind.

Zusammengefasst:

Es können all die Patienten von der Mobilen Geriatrischen Rehabilitation "MoGeRe" profitieren, die für eine stationäre Maßnahme als nicht rehabilitationsfähig gelten.

 

Voraussetzungen

Die Indikation zu einer MoGeRe ist grundsätzlich dann gegeben, wenn bei einer geriatrischen Konstellation (Multimorbidität und Alter >65 Jahre):

  • Rehabilitationsbedürftigkeit
  • Rehabilitationsfähigkeit
  • Alltagsrelevante Rehabilitationsziele
  • und eine positive Rehabilitationsprognose vorliegen

Größere Bandbreite an Indikationen möglich

Erhebliche Schädigung mentaler Funktionen:

  • der Kognition
  • der Aufmerksamkeit
  • der Merkfähigkeit
  • des Gedächtnisses
  • der Konzentration
  • der Orientierung
  • der Planung und Durchführung von Handlungen und Einschränkungen der Handlungsfähigkeit

Erhebliche Schädigung mentaler Funktionen verhaltensbezogener Art:

  • Angst
  • Wahnvorstellungen
  • Psychosomatische Unruhe und Agitiertheit
  • Zwangssymptomatiken
  • Delirantes Syndrom
  • Hospitalismus

Erhebliche Schädigungen der Stimm-, Sprech- und Sprachfunktion:

  • Aphasie
  • schwere Dysarthrophonie

Erhebliche Schädigung der Seh- und Hörfunktion:

  • angepasstes und vertrautes Wohnumfeld vorhanden

Weitere Indikationen:

  • multiresistente Keime
  • nicht belastbare Wunden (Amputationen, Trachestoma etc.)