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Ärztlich-psychotherapeutische Fortbildungen 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das nun hinter uns liegende Jahr 2019 war bei uns in der Psychosomatik wieder sehr ereignisreich.

Die Politik sorgt für viele Veränderungen: Die bessere Vergütung für Psychotherapie im ambulanten Sektor ist sehr zu begrüßen, bei anderen Themen wie bei der Ausgestaltung des neuen Studiengangs Psychotherapie gibt es noch viele offene Fragen.

In der Klinik St. Irmingard und der Simssee Klinik Bad Endorf sind wir weiterhin mit der Umsetzung der Vorgaben des neuen Vergütungssystems PEPP befasst. Der Aufwand für Dokumentation oder MDK-Prüfungen ist erheblich. Auch in der Psychosomatik ist die Digitalisierung ein Thema. In der Klinik ChiemseeWinkel haben wir gute Erfahrungen gemacht, die elektronische Patientenakte als eine Unterstützung bei unserem Ziel einer intensiven und hochindividuellen Psychotherapie zu nutzen. Für alle drei Kliniken werden wir im nächsten Jahr ein völlig neues Klinik-Informations-System (KIS) einführen.

In vielen Bereichen steigt ja der bürokratische Aufwand: So mussten wir an allen drei Kliniken in recht aufwändiger Weise die Weiterbildungsbefugnis bei der Ärztekammer komplett neu beantragen. Aber wir haben nun an allen drei Häusern die volle psychosomatische Weiterbildung von jetzt vier Jahren erhalten.

„Nichts ist so beständig wie der Wandel“. Dies betrifft auch unser drei Jahre junges Haus Klinik ChiemseeWinkel in Seebruck: Eine Kollegin ging in Elternzeit, eine andere in Rente. Bei mir selbst haben sich zwar immer wieder die Aufgaben verändert, aber: Im September 1989 habe ich in der Klinik St. Irmingard angefangen und durfte daher mein 30-jähriges Dienstjubiläum feiern.

Das nächste 30-Jahres-Jubiläum folgt dann im nächsten Jahr: Vor 30 Jahren, im Frühjahr 1990, haben wir die erste Fortbildungsveranstaltung organisiert, ein familientherapeutisches Seminar mit Prof. Boszormenyi-Nagy aus Philadelphia. Ich freue mich sehr, dass ich als Strategische Leitung Psychosomatik innerhalb der Gesundheitswelt Chiemgau auch weiterhin unser Fortbildungsprogramm gestalten darf.

Der Chiemgau hat sich zu einem Hotspot von Psychosomatik und Psychotherapie entwickelt, was gut zu unserem Grundanliegen der Fortbildung passt: Profilierte psychotherapeutische Experten zu praxisrelevanten Themen zu uns einzuladen, um so an neuen Entwicklungen frühzeitig teilzuhaben, aber auch eine Plattform für Kommunikation und Vernetzung zu bieten. Die Referenten melden mir immer wieder zurück, wie angenehm sie die Atmosphäre finden. Dies hat aus meiner Sicht mit dem kollegialen Miteinander zu tun zwischen Ärzten und Psychologen, jüngeren und älteren Kollegen, aber auch zwischen niedergelassenen und stationären Therapeuten. Für diese gelebte Tradition von Respekt, Wertschätzung und Toleranz möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken.

Ich hoffe, dass uns auch in diesem Jahr eine gute Balance zwischen der Vertiefung bewährter Ansätze, dem Kennenlernen neuer Therapieansätze sowie dem Weiterverfolgen von thematischen Linien gelungen ist. In diesem Jahr geht es in vielen Veranstaltungen wie OPD, PTSD, Psychotherapie im Alter oder Body2Brain um verschiedene Möglichkeiten, den Körper und das Körpererleben einzubeziehen. Zu ganz aktuellen Themen wie Neue Medien oder Transsexualität haben wir Experten für kürzere „State of the Art“-Vorträge gewinnen können.

Der jeweilige Veranstaltungsort, ob Prien, Bad Endorf oder Seebruck, ist sowohl unter der jeweiligen Veranstaltung als auch auf den Fax-Antwort-Formularen vermerkt. Da die Organisation jeweils vor Ort über das zuständige Psychosomatische Chefarzt-Sekretariat erfolgt, finden Sie im Anhang auch die Anmeldeformulare für die jeweilige Klinik.

Das europaweite Thema „Datenschutzgrundverordnung“ geht natürlich auch an uns nicht vorbei. Wir speichern Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse ausschließlich zum Versand unserer Fortbildungsprogramme. Wenn Sie kein Programm mehr zugesendet haben wollen, teilen Sie uns dies bitte einfach als Antwort-Mail mit.

Ich hoffe, dass unser umfangreiches Fortbildungsprogramm wieder Ihr Interesse findet. Für mich selbst sind unsere Fortbildungen immer eine schöne Gelegenheit, die Begegnung und den kollegialen Austausch zwischen unseren stationären Behandlerteams und Ihnen als Niedergelassenen zu pflegen.

Ich wünsche Ihnen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2020 und würde mich freuen, Sie bald bei einer unserer Fortbildungsveranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Herzliche Grüße aus Seebruck

Ihr Dr. med. Franz Pfitzer
 

Jahresübersicht und Termine des Fortbildungsprogramms 2020

Fortbildungsprogramm Psychosomatik 2020

Anmeldung Klinik ChiemseeWinkel Seebruck am Chiemsee

Anmeldung Klinik St. Irmingard Prien am Chiemsee

Anmeldung Klinik St. Irmingard Psychotraumatologie Prien am Chiemsee

Anmeldung Simssee Klinik Bad Endorf


Veranstaltungsleitung Fortbildungsprogramm Psychosomatik 2020
Klinik St. Irmingard Prien / Simssee Klinik Bad Endorf / Klinik ChiemseeWinkel Seebruck:

Dr. med. F. Pfitzer                                                                           Tel.: +49 8667-8793070

Arzt für Neurologie und Psychiatrie                                             Fax: +49 8667-8793097

Arzt für Psychotherapeutische Medizin                                       f.pfitzer@klinik-chiemseewinkel.de

Chefarzt der Privatklinik ChiemseeWinkel Seebruck

Strategische Leitung Psychosomatik der Gesundheitswelt Chiemgau

Bankverbindung Fortbildungskonto Dr. Pfitzer:

Kto. Nr. 500 672 902 Sparkasse Rosenheim BLZ 711 500 00 / Dr. Franz Pfitzer   

IBAN: DE42 71150000 0500672902  BIC: BYLADEM1ROS  


I Fortbildungsprogramm in der Klinik St. Irmingard, Prien

22. Januar 2020 - Liebe, Sex und Internet - verändern moderne Medien die Beziehungswelt?

Die Digitalisierung hat die modernen Lebens- und Arbeitswelten grundlegend verändert. Die politische Diskussion wird von Themen wie Datensicherheit bzw. der Vernichtung alter vs. Schaffen neuer Arbeitsplätze beherrscht. Als Psychotherapeuten interessiert uns natürlich besonders die Frage: „Wie wirken sich die neuen Medien auf die Beziehungswelten aus?“
 

Datum:Mittwoch, 22.01.2020, 15:00 bis 17:00 Uhr
Tagungsbeitrag:keiner, Anmeldung erbeten
Tagungsleitung:Dr. Christian Ehrig, Chefarzt Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 

Veranstaltungsort:

Anmeldung: 

Klinik St. Irmingard, Osternacher Str. 103, 83209 Prien

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik St. Irmingard

Referentin:
Dr. Melanie Büttner
ist Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie und Oberärztin in der Psychosomatik rechts der Isar. Sie ist Sexualtherapeutin sowie EMDR- und Traumatherapeutin. Ihr Buch „Sexualität und Trauma“ (Schattauer 2017) ist inzwischen ein Grundlagen-Standardwerk. Darüber hinaus nutzt sie aber auch die neuen Medien, um Trauma- und sexualtherapeutisches Wissen zu verbreiten, so bietet sie neben Vorträgen und Workshops unter „Ist das normal?“ den wöchentlichen Sex-Podcast von „Zeit online“ an.

11. März 2020 - Möglichkeiten der virtuellen Realität als verhaltenstherapeutische Methode bei Angststörungen

Nach 20 Jahren Forschung zu VR-Expositionstherapie (VRET) berichten aktuelle Reviews und Meta-Analysen überzeugende Wirksamkeitsbelege mit großen Effektstärken für VRET (Carl et al., 2018; Opris et al., 2012); allerdings ist die Evidenz nicht für alle Angststörungen gleich robust (Diemer & Zwanzger, 2019). Als komplexe Simulation ermöglicht VR zudem neue Möglichkeiten in der Psychotherapieforschung, sowie ganz neue Verfahrensansätze in der Verhaltenstherapie.

Der Vortrag bietet eine Übersicht zu VR-Anwendungen in der Expositionstherapie und darüber hinaus. Zudem wird ein Einblick gegeben in die Psychotherapieforschung mit VR, darunter einige unserer eigenen Projekte. Es wird die Gelegenheit geben, die Chancen und Herausforderungen, die VR bietet, zu diskutieren.
 

Datum:   Mittwoch, 11.03.2020, 16:00 bis 17:30 Uhr
Tagungsbeitrag:Keiner, Anmeldung erbeten
Tagungsleitung:Dr. Peter Heinz, Chefarzt Klinik für Psychotraumatologie

Veranstaltungsort:

Anmeldung: 

Klinik St. Irmingard, Osternacher Str. 103, 83209 Prien

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik St. Irmingard

Referentin:
Dr. phil. Julia Diemer, Dipl.-Psych.
Psychologische Psychotherapeutin (VT)
kbo-Inn-Salzach-Klinikum, Wasserburg am Inn
Abteilungen: Versorgungsforschung & Psychiatrische Institutsambulanz

Literatur:
Carl E, Stein AT, Levihn-Coon A, Pogue JR, Rothbaum B, Emmelkamp P, Asmundson GJG, Carlbring P, Powers MB (2018) Virtual reality exposure therapy for anxiety and related disorders: A meta-analysis of randomized controlled trials. Journal of Anxiety Disorders 61, 27-36.
Diemer J, Zwanzger P (2019) Die Entwicklung Virtueller Realität als Expositionsverfahren. Der Nervenarzt. doi: 10.1007/s00115-019-0678-6
Opris D, Pintea S, Garcia-Palacios A, Botella C, Szamoskozi S, David D (2012) Virtual reality exposure therapy in anxiety disorders: A quantitative meta-analysis. Depression and Anxiety 29(2), 85-93.

01. April 2020 - S3-Leitlinie zur Diagnostik, Beratung und Behandlung der Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit

Der Vortrag gibt einerseits einen Überblick über die Leitlinie. Darüber hinaus werden praktische Kon-sequenzen und Hinweise für die sexualmedizinische Diagnostik, Beratung und Therapie gegeben.
 

Datum:   Mittwoch, 01.04.2020, 15:00 bis 17:00 Uhr
Tagungsbeitrag: keiner, Anmeldung erbeten
Tagungsleitung:Dr. Christian Ehrig, Chefarzt Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Veranstaltungsort:

Anmeldung: 

Klinik St. Irmengard, Osternacher Str. 103, 83209 Prien

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik St. Irmingard

Referent: 

Dr. Werner Ettmeier ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit eigener Praxis in München. Er hat im Bereich der Psychoneuroendokrinologie promoviert, seine Facharzt-Ausbildung am Max-Planck-Institut und im Klinikum rechts der Isar absolviert. Er ist Sexualmediziner und Moderator des Qualitätszirkels Transsexualität in München, Mitglied in verschiedenen Kommissionen und Fachgesellschaften, er hat an der S3-Leitlinie „Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit“ mitgearbeitet.

13. Mai 2020 - Therapie der PTBS nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit

Die Wahrnehmung der gesundheitlichen und speziell psychischen Folgen von sexuellem Missbrauch in der Kindheit hat sich in unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten kolossal verändert. Der Bedarf an spezifischen Therapieansätzen ist daher enorm angestiegen. Viele Therapeuten haben jedoch große Scheu, den Blick genauer auf die Erinnerungen an sexuelle Gewalt in der Kindheit und die oft gravierenden Folgen im Erleben und Verhalten der Patientinnen zu richten und verstehen ihren Auftrag dann als "nur stabilisierend". Ziel des Workshops ist es, traumatherapeutische Behandlungsansätze und Interventionen praxisnah und aus schulenübergreifender Perspektive darzustellen.
 

Datum:   Mittwoch, 13.05.2020, 13:30 bis 17:30 Uhr
Tagungsbeitrag:50 Euro
Tagungsleitung:Dr. Peter Heinz, Chefarzt Klinik für Psychotraumatologie Leonhard Kratzer, Leitender Psychologe der Abteilung Psychotraumatologie

Veranstaltungsort:

Anmeldung:

Klinik St. Irmingard, Osternacher Str. 103, 83029 Prien

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik St. Irmingard

Referent:
Dr. Peter Heinz ist Psychiater und FA für Psychosomatik, er hat in der Klinik St. Irmingard die Abteilung Psychotraumatologie aufgebaut, die er auch als Chefarzt leitet. Er ist EMDR-Therapeut und EMDR-Supervisor (EMDRIA).

Bitte beachten Sie - Kurzfristige Änderung des Veranstaltungsortes! 01. Juli 2020 - Wer bin ich? Und warum glaube ich das? Identitätskonstrukte und die Möglichkeit ihrer Veränderung

08.06.2020 - Aktuelle Informationen:

Diese Veranstaltung findet statt! Bitte beachten Sie die Änderung des Veranstaltungsortes - wir freuen uns auf Sie im Kultursaal am Park, Bad Endorf.

Identitäten sind persönliche und gesellschaftliche Konstrukte, die notwendig sind, um eine Gesellschaft zusammenzuhalten. Sie schaffen Sicherheit und Berechenbarkeit. Sie entstehen über Erfahrungen, Zuschreibungen, Rollenübernahmen und Modellpersonen. Identitätsvorstellungen können das betreffende Individuum leiten und entwickeln, aber auch als „falsche Identitäten“ behindern und pathologisieren. Das Seminar erläutert, wie sich Identitäten bilden und welche Implikationen sich durch Identitätsvorstellungen ergeben und zeigt mit Hilfe von Demonstrationen und Videos, wie man unpassende Identitätskonstrukte verändern kann.
 

Datum:Mittwoch, 01.07.2020, 14:00 bis 17:30 Uhr
Tagungsbeitrag:100 Euro
Tagungsleitung:Dr. Christian Ehrig, Chefarzt Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Veranstaltungsort:

Anmeldung: 

Bitte beachten Sie die Änderung des Veranstaltungsortes:

Kultursaal am Park, 83093 Bad Endorf, Ströbinger Straße 18
Im Gebäude der Chiemgau Thermen, GWC-Parkhaus befindet sich fußläufig direkt nebenan

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik St. Irmingard

Referent:
Dipl.-Psych. Ortwin Meiss ist Lehrtherapeut der Milton Erickson Gesellschaft und leitet das Milton Erickson Institut Hamburg. Er arbeitet in freier Praxis als Psychotherapeut und Trainer. Er ist Autor verschiedener Fachartikel und ein gefragter Referent. Ortwin Meiss ist auch ein sehr erfolgreicher Mentaltrainer für Spitzensportler, Konzepte der Hypnotherapie wendet er besonders kreativ, effizient und pragmatisch an, z. B. in seinem 2016 erschienenen Buch „Hypnosystemische Therapie bei Depression und Burnout“.

21. Oktober 2020 - Notfallpsychologie – Die Arbeit eines Kriseninterventionsdienstes

Das Kriseninterventionsteam (KIT) Steiermark besteht seit 1999, seit 2000 unter der Leitung von Dr. Benko. Die Zusammenarbeit mit Polizei und Katastrophenschutz funktioniert vorbildlich bis hin zur Versorgung auch des KITs mit BOS-Funkgeräten. Bei Großschadensereignissen, Katastrophen, der Überbringung von Todesnachrichten sowie der Betreuung von Angehörigen und Helfern nach belastenden Ereignissen spielt der KIT eine wichtige Rolle. Der KIT ist aber auch in der Aus- und Weiterbildung „psychosozialer Akutbetreuung“ aktiv.
 

Datum: Mittwoch, 21.10.2020, 13:30 bis 17:00 Uhr
Tagungsbeitrag:100 Euro
Tagungsleitung:Dr. Peter Heinz, Chefarzt Klinik für Psychotraumatologie

Veranstaltungsort:

Anmeldung: 

Klinik St. Irmingard, Osternacher Str. 103, 83209 Prien

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik St. Irmingard


Referent:
Dr. Edwin Benko ist Psychotherapeut, Supervisor und Dozent an der Universität Graz. Seit 2000 ist er fachlicher Leiter und Ausbildungsleiter des Kriseninterventionsteams (KIT) des Landes Steiermark. Er ist Traumatherapeut (DeGPT) und war zehn Jahre Obmann von OMEGA, eines transkulturellen Zentrums für psychische und physische Gesundheit und Integration.

II Fortbildungsprogramm in der Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck

27. Mai 2020 - Komplizierte Trauer

Im ICD-11 wurde die anhaltende Trauer als eigenständiges Krankheitsbild aufgenommen, welches sich von der Depression, posttraumatischen Belastungsstörung oder Anpassungsstörung unterscheidet.
Dennoch stellen sich eine Reihe von offenen Fragen in Bezug auf die anhaltende Trauerstörung als klinische Diagnose. Ab wann ist Trauer eine psychische Erkrankung? Inwieweit unterscheiden sich normale Trauerverläufe von pathologischen Trauerverläufen? Im ersten Teil des Workshops wird eine Einführung in die anhaltende Trauerstörung als diagnostisches Kriterium und Besonderheiten von spezifischen Trauergruppen (z.B. trauernde Eltern, trauernde Geschwister) gegeben. Im zweiten Teil werden spezifische therapeutische Methoden der Behandlung der anhaltenden Trauerstörung anhand von Fallbeispielen vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt hierbei bei den bindungsorientierten Methoden, wie beispielsweise Imagery Rescripting und der Stuhlarbeit (z.B. leere Stuhl-Übung). Ebenso soll auf die Psychotherapie von Hinterbliebenen nach einem Suizid eingegangen werden mit einem Fokus auf Schuldgefühlen, Umgang mit Stigmatisierung und Schamerleben. Mithilfe von Rollenspielen, Videos und Arbeitsmaterialien werden die therapeutischen Techniken exemplarisch vorgestellt.
 

Datum:Mittwoch, 27.05.2020, 13:00 bis 17:00 Uhr
Tagungsbeitrag:100 Euro
Tagungsleitung:Dr. Franz Pfitzer, Chefarzt Klinik ChiemseeWinkel

Veranstaltungsort:

Anmeldung:

Klinik ChiemseeWinkel, Römerstr. 17, 83358 Seebruck

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik ChiemseeWinkel

Referentin:
Prof. Dr. phil. Birgit Wagner ist Professorin für Klinische Psychologie und Verhaltenstherapie an der Medical School Berlin und psychologische Psychotherapeutin. Ihre Forschungs- und Therapieschwerpunkte sind die Traumafolgestörungen mit einem Schwerpunkt auf die anhaltende Trauerstörung und internetbasierter Psychotherapie. Sie ist im wissenschaftlichen Beirat des Bundesverbandes verwaiste Eltern und trauernde Geschwister Deutschland e.V.

Entfällt aus aktuellem Anlass - 18. Juni 2020 - Therapeutischer Umgang mit Freeze-Phänomenen

Aktuelle Information. Diese Veranstaltung kann leider nicht stattfinden, da keine Ausreisemöglichkeit für Woltemade Hartman aus Südafrika besteht.

Nachdem die von langer Hand geplante Fortbildung mit Woltemade Hartman 2019 an den strengen Einreiseregularien der EU für Ausländer gescheitert war, holen wir die Veranstaltung jetzt nach. Woltemade Hartman ist ein international sehr gefragter Referent, der aktuell auch viel psychotherapeutische Aufbau- und Pionierarbeit in China leistet. Wir sind daher froh, dass wir einen Termin finden konnten, daher findet die Veranstaltung ungewöhnlicherweise an einem Donnerstag statt.

Bei hohem oder traumatischem Stress stehen uns Menschen, genauso wie den Säugetieren, grundsätzlich die Strategien der „Drei F“ zur Verfügung: Fight, Flight, Freeze. Woltemade Hartman hat in den letzten Jahren das Lebensfluss-Modell von Peter Levine kontinuierlich weiterentwickelt und uns Konzepte, vor allem zur hypnotherapeutischen Behandlung von traumatischen Über- und Untererregungszuständen vermittelt. Bei Extrem-Stresssituationen können in jedem System Freeze-Zustände auftauchen: Bei bestimmten Ego-States, dem Individuum als Ganzen, in Gruppen oder Organisationen. Dies ist nicht immer leicht zu diagnostizieren. Woltemade Hartman stellt ein Modell vor, Freeze-Zustände zu erkennen und zu verstehen. Der Workshop wird seine Intensität wieder dadurch gewinnen, dass er in einer Live-Demonstration darstellen wird, wie sich solche eingefrorenen Ego-States oder Systeme ansprechen und aktivieren lassen und gezielt zur Bewältigung, Stärkung und Stabilisierung des jeweiligen Systems konstruktiv genutzt werden können.
 

Datum:  Mittwoch, 18.06.2020, 13:00 bis 17:00 Uhr
Tagungsbeitrag: 100 Euro
Tagungsleitung:Dr. Franz Pfitzer, Chefarzt Klinik ChiemseeWinkel

Veranstaltungsort:

Anmeldung:    

Klinik ChiemseeWinkel, Römerstr. 17, 83358 Seebruck

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik ChiemseeWinkel


Referent:
Mit Dipl.-Psych. Woltemade Hartman kommt einer der bekanntesten Hypnotherapeuten zu uns. Als Südafrikaner spricht er fließend Deutsch, er ist ein außerordentlich vielseitiger und kreativer Therapeut mit langjähriger klinischer Erfahrung im Bereich der Traumatherapie, Hypnotherapie und Ego-State-Therapie. Seine Ausbildung im Bereich Ego-State hat er noch bei John Watkins abgeschlossen und u. a. die „TeileTagung“ in Heidelberg und im Februar 2013 den zweiten Weltkongress Ego-State-Therapie in Südafrika organisiert. Er ist Vorsitzender der internationalen Ego-State-Society und ein international gefragter Referent.

Nur noch wenige Plätze verfügbar - 26. Juni 2020 - Body 2 Brain – Ausbildungsprogramm Level-I-Kurs

08.06.2020 - Aktuelle Informationen:

Diese Veranstaltung findet statt! Bitte melden Sie sich bei uns, derzeit gibt es nur noch wenige freie Plätze.

Nach der sehr positiven Resonanz auf das Angebot eines Basiskurses Body 2 Brain im Jahr 2019 bieten wir nun in diesem Jahr die komplette Ausbildung in Body 2 Brain an, die sich in 2 Level aufgliedert.

Die Body 2 Brain Methode wurde von der Neurologin und Körperpsychotherapeutin Dr. Claudia Croos-Müller entwickelt. Sie beruht auf den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen der wechselseitigen Beeinflussung von Körper und Gefühlen: Embodiment. Einfache Körperinterventionen werden von den meisten Klienten sehr gut angenommen, sie werden als Zuwendung und stützende Funktion erlebt. Bei der Body 2 Brain Methode wird mit zahlreichen körperorientierten Elementen die Autonomie und das Gefühl der Selbstwirksamkeit der Klienten gestärkt. Der Vorteil dieser Methode: Sie ist leicht umzusetzen, unauffällig und somit alltagstauglich. Die Körpercodes eignen sich für eine Vielzahl von Störungen. Darüber hinaus kann auch die Therapeutin/der Therapeut bei der Anleitung der Klienten für sich selbst ressourcenorientiert arbeiten im Sinne einer Selbstfürsorge. In diesem Workshop werden Grundlagen vermittelt und erste Erfahrungen mit der Methode gemacht.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der Website:
http://www.croos-mueller.de/body2brainausbildung.html

Der von Frau Croos-Müller entwickelte Stufenplan hat sich sehr bewährt. Im Body 2 Brain Level-I-Kurs stehen der Umgang mit Körperbildstörungen, Ängsten sowie Selbstfürsorge im Mittelpunkt. Beim Body 2 Brain Level-II-KursI bilden Trauma, Selbstfürsorge und Supervision den Schwerpunkt.
 

Datum: Freitag, 26.06.2020, 09:30 – 17:15 Uhr
Tagungsbeitrag:150 Euro
Tagungsleitung:Dr. Franz Pfitzer, Chefarzt Klinik ChiemseeWinkel

Veranstaltungsort:

Anmeldung:

Klinik ChiemseeWinkel, Römerstr. 17, 83358 Seebruck

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik ChiemseeWinkel

Referentin:
Dr. Claudia Croos-Müller
, Ärztin für Neurologie und Psychotherapie, Traumatherapeutin, Europa-zertifizierte EMDR-Therapeutin, KBT-Therapeutin, Balint Gruppenleiterin, ehemalige leitende Ärztin am Klinikum Rosenheim. Sie hat die Body 2 Brain ccm® Methode entwickelt.

30. September 2020 - Psychotherapie im Alter

Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es massive Vorbehalte, ob ältere Menschen überhaupt erfolgreich psychotherapeutisch behandelt werden können. Dies ist inzwischen als Vorurteil widerlegt, auch unsere eigenen Behandlungsdaten zeigen bei Patienten jenseits der 60 Jahre gute Behandlungsergebnisse. Es gibt jedoch Besonderheiten in der Psychotherapie mit Älteren. Dies beginnt bei Kind- oder Enkelübertragungen des älteren Patienten / der älteren Patientin auf den jungen Therapeuten / die junge Therapeutin. Eine besondere Bedeutung hat die Beziehung zum Körper, sei es als Somatisierung in vielen Formen, als Kränkung durch Leistungsversagen oder als Organisator der Entwicklung nach Heuft.

Es werden Spezifika von Alterskohorten, aber auch praktische Möglichkeiten aufgezeigt, wie fruchtbare therapeutische Arbeit über Generationsgrenzen hinweg möglich ist.
 

Datum: Mittwoch, 30.09.2020, 13:00 bis 17:00 Uhr
Tagungsbeitrag: 50 Euro
Tagungsleitung:Dr. Franz Pfitzer, Chefarzt Klinik ChiemseeWinkel

Veranstaltungsort:

Anmeldung: 

Klinik ChiemseeWinkel, Römerstr. 17, 83358 Seebruck

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik ChiemseeWinkel


Referent:
Dr. Franz Pfitzer ist Arzt für Neurologie und Psychiatrie sowie FA für Psychosomatik. Er hat ab 1989 die Psychosomatik der Klinik Str. Irmingard geleitet und ab 2004 zusätzlich als Chefarzt die Psychosomatik in der Simssee Klinik Bad Endorf aufgebaut. Er ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft „Gerontopsychosomatik“ innerhalb der DGGG. Seit Januar 2017 ist er Chefarzt und Ärztliche Leitung der Psychosomatischen Privatklinik ChiemseeWinkel in Seebruck.

09. Oktober 2020 - Body 2 Brain – Ausbildungsprogramm Level-II-Kurs

Nach der sehr positiven Resonanz auf das Angebot eines Basiskurses Body 2 Brain im Jahr 2019 bieten wir nun in diesem Jahr die komplette Ausbildung in Body 2 Brain an.

Die Body 2 Brain Methode wurde von der Neurologin und Körperpsychotherapeutin Dr. Claudia Croos-Müller entwickelt. Sie beruht auf den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen der wechselseitigen Beeinflussung von Körper und Gefühlen: Embodiment. Einfache Körperinterventionen werden von den meisten Klienten sehr gut angenommen, sie werden als Zuwendung und stützende Funktion erlebt. Bei der Body 2 Brain Methode wird mit zahlreichen körperorientierten Elementen die Autonomie und das Gefühl der Selbstwirksamkeit der Klienten gestärkt. Der Vorteil dieser Methode: Sie ist leicht umzusetzen, unauffällig und somit alltagstauglich. Die Körpercodes eignen sich für eine Vielzahl von Störungen. Darüber hinaus kann auch die Therapeutin/der Therapeut bei der Anleitung der Klienten für sich selbst ressourcenorientiert arbeiten im Sinne einer Selbstfürsorge. In diesem Workshop werden Grundlagen vermittelt und erste Erfahrungen mit der Methode gemacht.


Ausführliche Informationen finden Sie auf der Website:
http://www.croos-mueller.de/body2brainausbildung.html

Der von Frau Croos-Müller entwickelte Stufenplan hat sich sehr bewährt. Im Body 2 Brain Level-I-Kurs stehen der Umgang mit Körperbildstörungen, Ängsten sowie Selbstfürsorge im Mittelpunkt. Beim Body 2 Brain Level-II-KursI bilden Trauma, Selbstfürsorge und Supervision den Schwerpunkt.
 

Datum: Freitag, 09.10.2020, 09:30 – 17:15 Uhr
Tagungsbeitrag:150 Euro
Tagungsleitung:Dr. Franz Pfitzer, Chefarzt Klinik ChiemseeWinkel

Veranstaltungsort:

Anmeldung:

Klinik ChiemseeWinkel, Römerstr. 17, 83358 Seebruck

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Klinik ChiemseeWinkel

Referentin:
Dr. Claudia Croos-Müller
, Ärztin für Neurologie und Psychotherapie, Traumatherapeutin, Europa-zertifizierte EMDR-Therapeutin, KBT-Therapeutin, Balint Gruppenleiterin, ehemalige leitende Ärztin am Klinikum Rosenheim. Sie hat die Body 2 Brain ccm® Methode entwickelt.

III Fortbildungsprogramm in der Simssee Klinik, Bad Endorf

EMDR Grundkurs Level 1

Wegen personeller Engpässe im EMDR-Institut konnten wir in den letzten Jahren keinen EMDR-Kurs anbieten. Wir haben allerdings den Kontakt mit dem EMDR-Institut gehalten, so hat z.B. Dr. Arne Hofmann vor zwei Jahren aktuelle Behandlungsergebnisse zur EMDR bei Depressionen vorgestellt. Jetzt ist es aber so weit, wir können wieder einen Grundkurs mit Praxistag anbieten.

EMDR hat als gut evaluiertes Verfahren nicht nur einen festen Platz in der Traumakonfrontations-Behandlung, es gibt inzwischen auch ein weiteres breites Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten bei Depressionen, Ängsten oder Problemen bei der Emotionsregulation.

Bitte beachten Sie: Die Anmeldung muss direkt beim EMDR-Institut erfolgen!

Anmeldeformular und weiterführende Information EMDR

 

Datum:

Freitag, 13.03.2020, 15:00 – 19:00 Uhr

Samstag, 14.03.2020, 09:00 – 18:00 Uhr

Sonntag, 15.03.2020, 09:00
 – 17:30 Uhr

Tagungsbeitrag:820 Euro
Tagungsleitung (voraussichtlich):Dr. Ulrike Beckrath-Wilking, EMDR-Supervisorin
Dr. Karsten Böhm, EMDR-Supervisor, Leiter Privatklinik Friedenweiler

Veranstaltungsort: 

Anmeldung:

Simssee Klinik Bad Endorf, Ströbinger Str. 18a, 83093 Bad Endorf

Die Anmeldung muss direkt beim EMDR-Institut erfolgen!

 

Referent:
Dr. Karsten Böhm
arbeitet als leitender Psychologe an der Privatklinik Friedenweiler im Hochschwarzwald, die als psychiatrische und psychosomatische Akutklinik einen Schwerpunkt auf Trauma- und Zwangsbehandlungen hat. Seit 2004 beschäftigt er sich neben Studien zu PTSD intensiv mit der Psychotherapieforschung von Zwangsstörungen. An der Freiburger Universitätsklinik führte er innerhalb der Forschungsgruppe bis 2009 u.a. klinische Studien zum Einsatz von EMDR, Dissoziationsneigungen und Versorgungsforschung bei Zwängen durch. Dr. Böhm ist Mitglied der Leitlinienkommission der DGPPN zu Zwangsstörungen, die die erste deutsche S3-Leitlinie zur Behandlung von Zwängen ausarbeitete. Er leitet Workshops und Selbsterfahrungsgruppen an verschiedenen Ausbildungsinstituten (u.a. Stuttgart, Basel) und Kongressen (u.a. DGPPN).

15./16. Mai 2020 - Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik OPD-2

Wir wollen die langjährige Tradition, jährlich auch einen Workshop zur OPD anzubieten, gerne fortsetzen. Wegen Erkrankung im Familienkreis konnte unser langjähriger bewährter Referent Prof. Schauenburg aus Heidelberg im November 2019 das Seminar nicht anbieten. Erfreulicherweise konnten wir mit Prof. Küchenhoff einen renommierten Experten gewinnen. Seine Workshops sind immer sehr lebendig und anschaulich. Prof. Küchenhoff hat sich in besonderer Weise um die Integration von Konzepten wie Körperbild, Körperwahrnehmung, Körperschema in die OPD verdient gemacht.

Das Erscheinen der OPD im Jahr 1996 stellte sicherlich einen Meilenstein dar, eine gemeinsame Sprache für psychodynamisch arbeitende Therapeuten zu finden. Die 2006 erschienene OPD-2 wird ständig weiterentwickelt, aktuell z. B. für die Bereiche Forensik und Sucht. Die OPD wird zunehmend auch zur Therapiesteuerung und Therapieevaluation genutzt. Bei Begutachtungen, Psychotherapieanträgen für die Krankenkassen etc. wird die OPD als weitgehend selbstverständlich vorausgesetzt.

Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der OPD sollen v. a. die Konflikt- und Strukturachsen sowie die Integration des Köpererlebens in die OPD anhand von Fallvignetten erarbeitet werden. Im Zentrum des Workshops wird wieder ein ausführliches Live-Interview stehen. Das gemeinsame Besprechen der Interview-Ratings und der regelmäßige Brückenschlag zur klinischen Praxis werden den Workshop sicherlich wieder spannend und lebendig machen.

Datum:

Freitag, 15.05.2020, 10:00 – 18:00 Uhr

Samstag, 16.05.2020, 09:00 – 17:15 Uhr

Tagungsbeitrag:160 Euro
Tagungsleitung:Michael Krüger, Chefarzt Klinik für ganzheitliche integrative Psychosomatik und Psychotherapie

Veranstaltungsort: 

Anmeldung:

Simssee Klinik Bad Endorf, Ströbinger Str. 18a, 83093 Bad Endorf

Anmeldung bis spätestens 10 Tage vor Veranstaltung ausschließlich über Anmeldeformular an Sekretariat Simssee Klinik

 

Referent:
Prof. Dr. Joachim Küchenhoff
hat bei Helm Stierlin in Heidelberg promoviert und 1992 bei Gerd Rudolf habilitiert. Er war zehn Jahre an der Uniklinik Heidelberg, zuletzt als stellvertretender Ärztlicher Direktor, tätig, 1994 erhielt er einen Ruf an die Universität Basel. Er war dann viele Jahre Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Privatklinik Psychiatrie Baselland. Seit 2018 ist er in eigener Praxis als Therapeut und Su-pervisor tätig sowie weiterhin an der Internationalen Psychoanalytischen Universität in Berlin. Vielfältige Publikationen zu Psychoanalyse, Fokaltherapie, Erkenntnistheorie, Psychosetherapie, sowie zur Rolle des Körpers in der Psychotherapie.

IV Seminarreihe „Das Synergetische Navigationssystem SNS“

1. Seminarreihe „Das Synergetische Navigationssystem SNS“ Fortbildungsreihe in Salzburg und Seebruck mit Prof. Dr. Günter Schiepek
  • Monitoring und Steuerung von Veränderungsprozessen in Psychotherapie und Beratung
  • Zertifizierungslehrgang "Synergetisches Prozessmanagement" unter Anwendung des Synergetischen Navigationssystems (SNS)

Die Gestaltung und Förderung von Veränderungsprozessen in Beratung, Organisationsentwicklung und Psychotherapie stellen uns vor besondere Herausforderungen. Solche Prozesse sind weder einfach vorhersehbar noch intentional steuerbar. Gleichzeitig sind mehrere Systemebenen zu berücksichtigen und die Informationen von gestern sind nicht selten heute schon überholt. Die Komplexitätswissenschaften liefern in dieser Situation geeignete Verständnisgrundlagen sowie Methoden, um die Eigendynamik von Selbstorganisationsprozessen wirkungsvoll zu unterstützen, zu gestalten und zu evaluieren.

In dieser Weiterbildung werden die hierfür notwendigen Kompetenzen vermittelt. Verständnis und Modellierung komplexer Systeme kann heute als Schlüsselkompetenz in vielen Disziplinen und Anwendungsfeldern gelten (Systemkompetenz). Inzwischen stehen auch Technologien zur Verfügung, um Veränderungsprozesse auf der Höhe des Geschehens abzubilden. Insbesondere Monitoring-Systeme und ihre Einsatzmöglichkeiten zur Prozessbegleitung und –gestaltung werden vorgestellt. Die Integration von Datenerfassung, Datenanalyse und Visualisierung ermöglicht dabei ein optimales Feedback. Mögliche Anwendungsfälle sind Psychotherapie, Beratung/Coaching sowie in Team- und Organisationsentwicklung. Technologien des Real-Time Monitoring liefern eine valide Basis für Mikroentscheidungen im Prozess, für kooperative Feinsteuerung und für die Evaluierung.

Prof. Dr. Günter Schiepek ist Professor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, sowie an der LMU München. Gastprofessor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und an der Donau Universität Krems, sowie Leiter des Instituts für Synergetik und Psychotherapieforschung an der PMU Salzburg. Er ist wissenschaftlicher Beirat zahlreicher Institute, Verbände und Fachzeitschriften, er hat 20 Bücher und etwa 150 auch internationale Beiträge in Zeitschriften und Büchern publiziert. 

 

 

Zertifizierungslehrgang "Synergetisches Prozessmanagement"

 

Veranstalter:

Institut für Synergetik und Psychotherapieforschung, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg

In Kooperation mit:

Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste

Center for Complex Systems

salzburg.academy

Klinik St. Irmingard, Prien

Adressaten:



Kursleitung und Referenten:

Ärztliche Leitung:

Psychologische Leitung:

Orte:



Dauer:

Fortb. Punkte:

Methoden:





Kosten:



Anmeldung:


Abschluss:




Info zu SNS:

 

Ärzte/-innen, Psychologen/-innen, Psychotherapeuten/-innen, Berater/-innen, Arbeits- und Organisationspsychologen/-innen, Verantwortliche für Organisationsentwicklung

Univ.-Prof. Dr. Günter Schiepek, Mag. Helmut Schöller, MSc., Dipl.-Psych. Leonhard Kratzer


Primarius Univ. Prof. Dr. Wolfgang Aichhorn, MBA


Dipl.-Psych. Leonhard Kratzer (psychologische/psychotherapeutische Leitung) 

Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg,
Strubergasse 2
Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck, am Chiemsee, Römerstr. 17.

Fünf zweitägige Blöcke (Do/Fr) zu je 16 Einheiten (à 45 Minuten)

Ärztekammer Salzburg: 16 DFP / Modul, PTK Bayern: 19 / Modul

Workshops, Arbeitsgruppen, Kleingruppenarbeit, praktische Übungen, Fallkonferenzen. Für alle Module werden dokumentierte Lernerfolgskontrollen angeboten. Vorbereitendes und ergänzendes Selbststudium anhand von Fachliteratur und dem Synergetischen Navigationssystem als Lehrmittel.

2.390 Euro. Die Teilnahmegebühr schließt die Nutzung des Synergetischen Navigationssystems (SNS) über einen Zeitraum von einem Jahr ein.

Online auf www.salzburg.academy/node/88,
E-Mail an synergeticssalzburgacademy

Zertifikat über den erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs nach positiver Beurteilung einer schriftlichen Abschlussarbeit und der Dokumentation der praktischen Durchführung eines klinischen oder nicht-klinischen Veränderungsprozesses.

www.ccsys.de

 

Modul

 

Termine 2020

Ort

1

Donnerstag, 26. März, 9h-19h

Freitag, 27. März, 9h-17h

Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg, Strubergasse 21

2

Donnerstag, 23. April, 9h-19h

Freitag, 24. April, 9h-17h

Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck am Chiemsee, Römerstr. 17

3

Donnerstag, 07. Mai, 9h-19h

Freitag, 08. Mai, 9h-17h

Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck am Chiemsee, Römerstr. 17

4

Donnerstag, 18. Juni, 9h-19h

Freitag, 19. Juni, 9h-17h

Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck am Chiemsee, Römerstr. 17

5

Donnerstag, 24. September, 9h-19h

Freitag, 25. September, 9h-17h

Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg, Strubergasse 21

 

Ausblick 2021

24.02.2021: Dipl.-Psych. Roland Kachler - Umgang mit frühen Verlusterfahrungen

Die Abteilung Psychotraumatologie in der Klinik. St. Irmingard wird den bewährten 2-Jahres-Turnus für ein Traumasymposium beibehalten. Das Thema „Trauma und häusliche Gewalt“ ist gesellschaftspolitisch und psychotherapeutisch hochrelevant und wir werden wieder hochkarätige Referenten gewinnen können.

Wir hatten Roland Kachler schon mehrfach als Referenten gewinnen können, zuletzt zum Thema Ego-State-Arbeit in der Paartherapie. Seine bindungsorientierten und hypnotherapeutischen Konzepte zur Trauerarbeit gehen von der These aus, dass Verlusterfahrungen das Bindungssystem aktivieren und daher Trauerarbeit nicht auf Loslassen fokussieren sollte. Sein Konzept, hypnotherapeutisch imaginativ für den Verstorbenen einen guten inneren Platz zu finden, ist aus unserer Sicht sehr plausibel und hat sich in der therapeutischen Arbeit sehr bewährt. Viele unserer Patienten mit Depressionen und Ängsten haben frühe Verlusterfahrungen gemacht, hier hat Roland Kachler im letzten Jahr ein sehr gutes neues Buch geschrieben, das unser Verstehen der Bedeutung früher Verlusterfahrungen vertieft, und dies mit mit sehr differenzierten Behandlungsstrategien.


Weiterbildungsermächtigungen für Ärzte (m/w)

Weiterbildungsermächtigung Simssee Klinik GmbH in Bad Endorf 

Psychosomatik 
3 Jahre Psychosomatik
6 Monate Psychiatrie
Konservative Orthopädie und Frührehabilitation
1 Jahr Weiterbildung in der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin (Dipl.-Med. Thomas Lautzschmann)
Orthopädisch-Unfallchirurgische Rehabilitation
1 Jahr Orthopädie und Unfallchirurgie nicht operativ (Dr. Holger Dittmann)
1 Jahr Sozialmedizin (Dr. Holger Dittmann)
Erwerb der Sachkunde Röntgendiagnostik Skelett nach RöV (Dr. Holger Dittmann)
Geriatrische Rehabilitation
Volle Weiterbildungsermächtigung in der Geriatrie
2 Jahre Weiterbildung in der Inneren Medizin
18 Monate Weiterbildung in der Allgemeinmedizin